29. Mai 2019

Dem demografischen Wandel entgegen investieren

Manchmal kommt alles auf einmal. Gleich in vier neue Maschinen investiert die Tischlerei Kötter im August 2018. Eine Turbo-4-Kopf-Hochtemperatur-Schweißmaschine, ein 1-Kopf-Putzer, ein Flügelbeschlagschrauber sowie ein Verteilsystem mit 64 Fächern. Eine Herausforderung – doch mit den maschinellen Neuerungen will man den gestiegenen Erfordernissen des Wettbewerbs besser gerecht werden und gleichzeitig den anstehenden Generationswechsel absichern.

Was auf den ersten Blick selbstverständlich scheint, bedeutet für viele Unternehmen im Handwerk eine der größten Herausforderungen – die Chefetagen vieler Mittelständler werden immer älter und der Generationswechsel fällt den Unternehmen zunehmend schwerer. Zudem stellt sich die Frage, ob die nächste Generation als Nachfolger bereitsteht und sich weitere Investitionen rechnen. Gut also, wenn man Erfahrung darin hat, sein Unternehmen über mehrere Generationen hinweg erfolgreich zu führen.

Die Firma Kötter agiert mittlerweile bereits in vierter Generation. Seit mehr als 35 Jahren produziert und vertreibt das 30 Mann starke Unternehmen aus dem Emsland Kunststoff-Fenster, Türen und mehr. Ein moderner Maschinenpark und der qualifizierte Mitarbeiterstamm ermöglichen heute höchste Fertigungseffizienz. Dennoch passt man sich kontinuierlich dem Fortschritt an. Bald steht der nächste Führungswechsel ins Haus. Sohn Henrik Kötter (26) ist im August letzten Jahres nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung in seine Heimat zurückgekehrt. „Nun möchten wir der nächsten Generation bestmöglich den Weg ebnen, genauso wie es mein Vater bei mir getan hat“, bestätigt Martin Kötter.

Früher war das so, ...

Auch bei Kötter musste sich in diesem Prozess immer wieder generationsübergreifend geeinigt werden, was für den erfolgreichen Fortbestand wichtig und lohnenswert ist. Früher liefen die Dinge anders, doch die Zeiten ändern sich und man ist sich der Wichtigkeit von Ersatzinvestitionen zum Erhalt der betrieblichen Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit bewusst. Besonders Nachfolger Henrik ist bei Themen rund um maschinelle Optimierungen, Arbeit der Zukunft, Veränderungsprozesse und innovative Ansätze Feuer und Flamme. „Das ausgegebene Ziel war und ist es, sich durch die einzelnen Elemente stets qualitativ vom Wettbewerb abzusetzen. Unsere Kunden möchten wir flexibel und mit tollen Konzepten bedienen. Durch kleine technische Raffinessen wie auch durch zugesicherte und kurze Lieferzeiten können wir überzeugen“, weiß Henrik Kötter. „Durch unsere Investition in das Rahmen-/Flügelwechselschweißen werden interne Abläufe in der Produktion weitaus flüssiger und planbarer. Das Logistiksystem unterstützt uns in der Montage von Rahmen und Flügel bis hin zur Verglasung.“

Gut Ding...

Für die Firma Kötter war es entscheidend, dass ihr Gesamtkonzept optimal durchdacht ist. Zweieinhalb Jahre hat sich das Unternehmen gemeinsam mit Stürtz mit der Planung der neuen Fertigungsanlagen beschäftigt. Perspektivisches Ziel war die bessere Nutzung der Maschinen und Anlagen. „Wir wollten sichergehen, dass die Produktion die ideale Voraussetzung für eine hohe Fertigungstiefe abbildet, um die Endmontage vor Ort zu erleichtern. Zusätzlich bietet die neue verkettete Gesamtproduktion einen geordneten Materialfluss und ergonomische Montageplätze, um die wachsenden Elementgewichte komfortabel montieren zu können“, so Björn Schmidt, beratender Projektleiter für die Firma Kötter. „Am Ende hat die Firma Stürtz uns technisch, aber vor allem auch durch die gesamtheitliche und sehr individuelle Beratung überzeugt. Auf jeden weiteren Änderungswunsch unsererseits wurde mit Gelassenheit reagiert und immer wieder nahm man sich Zeit, gemeinsam zu überlegen, was für uns die optimale Lösung ist und was unsere individuellen Bedürfnisse am flexibelsten bedient. Wir möchten auf dem Markt gut weiterbestehen, wir möchten etabliert sowie leistungsstark und weiterhin anpassungsfähig sein, das sind wir – durch diese Maschinen.“